An
Schwarzwald-Baar-Klinikum Villingen-Schwenningen
z.Hd.v. Herrn Geschäftsführer Rolf Schmid o. Vertr.
Klinikstr. 11

78052 Villingen-Schwenningen


Ebola-Epidemie
Vorsichtsmaßnahmen


Sehr geehrter Herr Schmid,

die Ebola-Epidemie, ausgehend von Westafrika, scheint außer Kontrolle geraten zu sein.

Nach einstimmiger Einschätzung der Viren- und Seuchen-Experten des Notfall-Komitees der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Ebola zum „Internationalen Gesundheitsnotfall“ erklärt worden. Bislang hat die WHO Besorgnisse wegen  einer möglichen weltweiten Ebola-Ausbreitung stets abgewiegelt.

Die Ebola-Epidemie rückt näher. Die reelle  Gefahr, daß infizierte Menschen auch in unser Land und somit auch in den Schwarzwald-Baar-Kreis gelangen, ist im Wachsen begriffen.

Es ergeben sich daher Fragen, inwiefern „unser“ Schwarzwald-Baar-Klinikum Villingen-Schwenningen auf den Ernstfall vorbereitet ist und ob die dahingehend erforderlichen Notfallmaßnahmen bereits getroffen sind oder sich in der Umsetzung befinden? Ob eine adäquate Quarantäne- oder Isolierstation vorhanden ist? Ob Isolierzelte und geeignete Transportmittel zur Verfügung stehen? Ob das in Frage kommende Personal aus dem ärztlichen und pflegerischen Bereich entsprechend ausgebildet ist/wird und alle denkbaren Sicherheitsvorkehrungen für die Wahrung ihrer körperlichen Unversehrtheit getroffen sind?

Abschließend die Frage, ob vom Träger des Klinikums oder der (Kommunal-) Politik in Sachen Ebola seitens der Klinik-Geschäftsführung situationsbedingte Sonderleistungen –falls Ja, dann in welcher Form und Weise – zu erbringen sind oder erwartet werden?

Ihrer geschätzten Stellungnahme/Reaktion dankend entgegensehend verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Jürgen Schützinger, Kreis- u. Stadtrat