Pegida-Baden-Württemberg-Stadt  (Arbeitstitel)
„Friedensgespräch“

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

es fällt auf, daß immer dann, wenn sich landesweit in Sachen „Pegida“ was tut, immer auch Ihre „Baden-Württemberg-Stadt“ Villingen-Schwenningen in irgend einer Art und Weise mediale Aufmerksamkeit erfährt, was man nun als positives und/oder eher negatives „Stadtmarketing“ werten mag.

Offenkundiger Fakt jedenfalls ist, daß Sie sich auf die kämpferische Seite der Pegida-Gegner, auch als deren Vorzeigeredner, geschlagen haben, was ihrem Gutmenschenimage sicherlich keinen Abbruch tut - ganz im Gegenteil.

Da es, nach allen mir vorliegenden Informationen, offensichtlich in „Sachen Pegida in VS“ zwischenzeitlich so  zu entwickeln scheint, daß das Verhältnis „Gutmenschen“ (z.B. Sie, Gewerkschaftler, Berufschristen, „demokratische“ Gemeinderatsclaquere etc.) und Patrioten, zusehends positiv in Richtung „Pegida“ bewegt, wäre und ist es meiner Meinung nach angezeigt, als Stadtoberhaupt und praktizierender Christ, Sie sind beides in Personalunion, hier und jetzt Handlungsfähigkeit an den Tag zu legen.

Als nunmehr dienstältester Stadtrat meiner Heimatstadt, erlaube ich mir daher, Ihnen nachstehenden Rat zu unterbreiten: Laden Sie doch bitteschön mal die Aktivisten aller beteiligten Schattierungen – Namen und Anschriften sind Ihnen zugänglich - zu einem öffentlichen Forumsgespräch über den anliegenden Sachverhalt, nämlich die bedrohlich-fortschreitende Islamisierung und Überfremdung, meinetwegen in die Neue Tonhalle, ein. Laden Sie hierzu bitte auch die interessierte Bürgerschaft ein, und machen Sie etwas aus dieser Sache.

Diese Gutmeinaktion, Sie sind ja erklärter Gutmensch, könnte dann vermutlich ohne größeren Polizeiaufwand und allem was damit zusammenhängt, über die Bühne gehen und wäre ein Beweis für praktizierte Demokratie in der Baden-Württemberg-Stadt.

Gehen Sie also mit gutem Beispiel voran,  Ihr Parteivorsitzender, Genosse Gabriel hat gezeigt, wie es geht, und verstecken Sie sich nicht weiterhin hinter nichtssagenden städtischen Presseerklärungen und dumpfer Teilnahme bei öffentlichkeitswirksamen Anti-Meinungsfreiheitsaktionen!

Der Baden-Württemberg-Stadt-OB ist gefordert!

Hochachtungsvoll

Jürgen Schützinger