Rechtsextremismus  -  Wehrmachtsutensilien  -  Sondersitzung

 

Sehr geehrter Herr Landrat,

mit Fassungslosigkeit müssen neben der schockierten Öffentlichkeit auch wir Kreistagsmitglieder zur traurigen Kenntnis nehmen, daß ausgerechnet in der zweitgrößten Stadt unseres Landkreises – mit Sitz einer Außenstelle des Landratsamtes – in der dortigen „Fürstenberg-Bundeswehr-Kaserne“ Wehrmachtsdevotionalien entdeckt wurden. Bundes-, wenn nicht gar weltweites Entsetzen macht sich breit über den schrecklichen Fund von Wehrmachtsstahlhelmen und eines an der Wand des Kasernenbesprechungsraumes hängenden Bildes – „eine Art Bleistich eines getarnten Landsers mit Maschinengewehr über der Schulter“ (also Gott sei Dank nicht im Anschlag), so Spiegel-Online.

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, daß nicht nur ein kleines  Wehrmachtverbandpäckchen (ca. 8,5 x 5 x 2,5 cm) sondern – und das schlägt dem Faß den Boden aus – auch ein großes (ca. 11 x 7 x 2,5 cm)  gefunden worden sein soll!!!

Um all diesen Ungeheuerlichkeiten zu begegnen, den Sachverhalt klären und weiteren Schaden vom Landkreis abwenden zu können, beantrage ich hiermit namens der – im Gegensatz zu Ihrer Partei (CDU) - sehr, sehr lange nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten - demokratisch-patriotischen Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH), eine Sondersitzung des Kreistages zu diesem Themenbereich, wobei es hilfreich wäre, wenn Sie bzw. die Kreisverwaltung eine entsprechende Wehrmachts-Devotionalien- Distanzierungs-Resolution zur Beratung und Verabschiedung vorlegen könnten. Als naheliegender Sitzungstermin bietet sich Montag, der 22. Mai 2017 an, da an diesem Tag ja eh ursprünglich eine Kreistagssitzung vorgesehen war.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Schützinger

PS: Nicht uninteressant wäre, erfahren zu können, wann Sie und/oder ihre Parteifreunde, der Oberbürgermeister von Donaueschingen und Kreistagskollege, Herr Pauly eventuell auch MdB Frey zum letzten Mal in besagter Kaserne zu Gast waren und gar den Besprechungsraum oder die Vitrine mit Wehrmachts-Stahlhelmen vor der Kantine zu Gesicht bekamen.