CDU-Vize:

Baden-Württemberg muß sich öffnen!

 
Villingen-Schwenningen. Winfried Mack, seines Zeichens stellvertretender Landesvorsitzender der baden-württembergischen CDU und christdemokratischer Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Aalen, gibt sich stromlinienförmig gutmenschlich und „bekommt“, wen wundert’s, „Presse“. So bedeutende Zeitungen, wie beispielsweise die „Schwäbische Post“, mögen ihren Winfried, ist er doch ein ganz ein Braver.

So hat der Oberregierungsrat a.D. Mack jetzt die erstaunte Öffentlichkeit wissen lassen, daß Baden-Württemberg in Sachen Flüchtlingspolitik (noch) mehr Leistungen erbringen und auch liberaler werden müsse. Herr Mack, er ist auch stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, hat in einem Rundumschlag nunmehr sowohl die grün-rote Ländlesregierung, wie auch die noch amtierende schwarz-gelbe Bundesregierung aufgefordert, Lehren aus dem Fall Lampedusa zu ziehen und gab in diesem Zusammenhang kund, daß „Deutschland und Europa sich nicht länger total abschotten“ könnten. Preisfrage: Tun sie das?

Aber weiter im Mackschen O-Ton: „Gerade auch ein reiches Land wie Baden-Württemberg muss sich mehr öffnen und in vernünftigen Maßen Armutsflüchtlingen eine Chance geben.“ Das, so der CDU-Diplom-Verwaltungswissenschaftler „gebietet schon das christliche Menschenbild.“ Nun denn …

Wie vielen dieser armen „Armutsflüchtlinge“ er und seine Polit-Mitchristen persönlich bereit sind, Unterkunft, „all inklusive“, versteht sich, zu gewähren, hat der wackere Christdemokrat in der Hektik des politischen CDU-Flüchtlingstagesgeschäftes offensichtlich „vergessen“ wissen zu lassen. Kann ja mal passieren!

Wer also will, daß noch mehr „Flüchtlinge“ ins Musterländle „ohne den Nachweis politischer Verfolgung“ (CDU-Mack) strömen können, dem sei wärmstens anempfohlen, sich fürderhin den Politikchristen der CDU anzuvertrauen und somit ruhigen Gewissens zu glauben, daß dann, wenn man immer weitergehende Anreize zum Hereinflüchten anbietet, das Lampedusa-Problem gelöst wird.

Manche lernen`s eben nie – leider!   


Mit bemackten Grüßen

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat, Pressesprecher –