„Coming-Out“

Glückliches Land

Villingen-Schwenningen. Was leben wir doch in einem ach so glücklichen Land. Von den wenigen Sorgen und Nöten die uns eventuell hie und da überhaupt noch umtreiben, scheint die öffentliche Darlegung sexueller Orientierung, wie es so schön heißt, von höchster Gewichtung und Bedeutsamkeit zu sein. Lädt ein abgewirtschafteter ex-Fußballprofi die Medien zu seinem „Coming-Out“ ein, ist das Presseaufgebot ein riesiges und sind die Nachrichten daraufhin alles andere weit überdeckend. Weder die stets strapazierte angebliche Ausländerfeindlichkeit, das ansonsten beängstigend anwachsende rechtsextreme Gewaltpotential, auch nicht die Einwanderung Hunderttausender in unser soziales Netz oder die Unterbringungsprobleme der im Übermaß hereinströmenden Flüchtlingsscharen sind mehr ein Kümmernis. Nein, jetzt geht es um (angeblich) dasmutige Bekenntnis Herrn Hitzlspergers und anderer Outerer in Sport, Politik, Kunst, Wirtschaft und anderswo. Was sind wir doch von sehr bescheidener Dürftigkeit. Die BRD gönnt sich ja sonst nichts - hat, außer wenn es um`s Zahlen geht, eh nichts zu sagen.

Nach Hitzis Offenbarung sollen nun im grün-roten Musterländle und anderswo die entsprechenden schulischen Unterrichtsthemen in Sachen Sexualität eine neue Ausrichtung erfahren. Dann, darauf mag man wetten, wird für unsere Schüler- und Lehrerschaft der Begriff „PISA“ sicherlich bald in einem ganz anderen Licht erscheinen und eine völlig neue Würdigung erfahren. Die Leiterin der Bundes-antidiskriminierungsstelle, Frau Christine Lüders, in diesem Zusammenhang: „Ich halte es für zwingend notwendig, daß sexuelle Orientierung im Unterricht vorurteilsfrei thematisiert wird.“ Ergänzend der grüne Bundestagsabgeordnete Volk Beck – auch ein Outerer: „Der Kampf gegen Homophobie ist genauso wichtig wie gegen Rassismus oder Antisemitismus“ (FOCUS-Online v. 9.1.14). Oha!

Wahrlich glücklich, so ein Brot- und Spielevolk, wie die BRDler immer mehr zu einem zu verkommen Gefahr laufen, welches sich mit vermeintlichen oder meinetwegen auch tatsächlichen Bettgeschichten angeblicher Vorbilder und Idole so intensiv zu beschäftigen weiß und dabei alles wirklich Wesentliche, wie zum Beispiel den schleichenden Volkstod, die überbordende Überfremdung, die erschreckend ansteigende Gewaltkriminalität und Armut, den drohenden Renten- und Pensionskollaps oder den am Horizont heraufziehenden Bürgerkrieg und vieles andere mehr, völlig vergessen kann und in der Lage ist, dies alles aus dem Bewußtsein zu streichen und die hierfür zuständigen Politiker von ihrer Verantwortung zu entlasten.

Diejenigen Zeitgenossen, die jetzt - und wohl auch zukünftig – ihre sexuellen Besonderheiten der erstaunt-interessierten Öffentlichkeit wie sauer Bier anbieten und geschickt zu vermarkten wissen, haben sich zu sputen. Denn wenn das so weitergeht, dann ist nicht der sich zur Gleichgeschlechtlichkeit Bekennende der Sexualheld, sondern dann dürften es eher die ganz Normalen sein, weil bei soviel Abnormalem dann eben das Nur-Normalsein und sich auch noch dazu zu erklären, Heldenhaftigkeit abverlangen wird. Schaun mer mal …

Mit überglücklichen Grüßen

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat, Pressesprecher –

PS: Sollte man mal anklicken - www.openpetition.de/petition/online/zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens