Tausendsassa:

 Kommissar Oettinger

Villingen-Schwenningen. Der mit seinem Denglisch parlierende und im Musterland Baden-Württemberg als „MP“ kläglich gescheiterte Ex-CDU-Landesvorsitzende Günther Hermann Oettinger (60) hat es im EU-Wanderzirkus nunmehr unter seinem neuen luxemburgischen Oberkommissar Jean-Claude Juncker (59) geschafft, vom Energiekommissar mit Vizepräsidentenrang zum Digitalwirtschaftskommissar ohne Vizepräsidentenstatus herunterbefördert geworden zu sein. Der Stuttgarter Berufs-Polit-Tausendsassa Oettinger reagiert dialektisch und freut sich, der Zurückstufung vom „EU-Minister“ zum quasi „EU-Staatssekretär“ unbenommen, über seine neue Aufgabe, die vom Steuerzahler immerhin mit rund 30.000 Teuro/Monat honoriert wird, wobei Pensionsansprüche, Übergangsgelder etc. mal ganz außen vor bleiben mögen. Es ist also schon nachvollziehbar, daß O. „nicht happy, aber glücklich“ ist.

Auch Oettingers CDU-Parteivorsitzende und BRD-Kanzlerin Angie Merkel (60) läßt sich ob der Deutschen-Brüskierung bei Junckers EU-Kabinettsbildung nichts anmerken und jubelt kräftig mit – ist man doch, wenn auch schon beim politischen Mitwirken-Können nicht vorne dabei, so bleibt einem jedenfalls, die Nummer-Eins beim Zahlen sein zu dürfen, unbestritten erhalten.

Die in der Person Oettinger vereint geballt-digitalisierte Fachkompetenz kommt, kaum im Amt, auch schon zur Sache: Deutschland würde bei der Digitalisierung hinterher hinken und deshalb müsse die CDU-SPD-Bundesregierung diesbezüglich mehr Entschlossenheit an den Tag legen, stellte der frisch gebackene Digitalisierungskommissar fest. Mag so sein, oder auch nicht. Jedenfalls kein Grund zur Beunruhigung, der Anti-Problem-Bär Oettinger nimmt sich der Angelegenheit sach- und fachkundig, wie er nun mal ist, beherzt an.

Es ist schon so, daß das sündhaft teure Unternehmen „EU“ immer mehr einer bestens ausgestatteten und mit allem Komfort versehenen Seniorenresidenz für ausgemusterte Politik-Versager gleicht. Die im jeweiligen Heimatland gescheiterten Ex-Ministerpräsidenten Oettinger und Juncker seien hier nur beispielhaft erwähnt.

Fazit:

JA zu einem unabhängigen Europa der freien Völker aber NEIN zu einem regelwütigen Brüssel-Europa überbezahlter Bürokraten und Gurken-Krümmungsgrad-Absurditäten primär auf Kosten und zu Lasten der Deutschen!

Mit frei-europäischen Grüßen

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat