Neuordnung

BRD-Gefüge in Bewegung

 
Villingen-Schwenningen. Die Zeit reift: Das bisherige Ländergefüge des provisorischen Besatzerkonstrukts „BRD“ scheint, jetzt auch von offizieller Seite aus, in eine positive Bewegung zu geraten. So bringt, beginnend mit einer AFP-Meldung vom 25. Oktober 2014, nunmehr die saarländische Ministerpräsidentin, Frau Annegret Kramp-Karrenbauer (52), viele überraschend, „eine radikale Neuordnung der Bundesrepublik“ ins Gespräch. Statt den derzeit 16 Bundesländern könnten es künftig nur noch sechs oder acht sein. Dieser Vorstoß der selbstbewußten Saar-Landesmutter und CDU-Landesvorsitzenden bringt zusätzlich neuen Schwung in die an Bedeutung und Aktualität zunehmende Debatte darüber, was zu tun ist, damit aus dem immer noch verfassungslosen US-BRD-Staatengebilde hervorgehend, ein tatsächlich freies, voll eigenständiges und somit auch souveränes Deutschland der Deutschen geschaffen werden kann. Wegweisende diesbezügliche Überlegungen, die anzustellen längst überfällig sind, nehmen in erfreulicher Weise an Sachlichkeit, Umfang und Qualität zu.

In diesem Zusammenhang erwächst auch dem Artikel 29 der scheinbaren BRD-Verfassung (Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland v. 23. Mai 1949) ein aktualisierter Stellenwert. Nachstehender Textauszug zum Nachdenken: „Das Bundesgebiet kann neu gegliedert werden …“. Ein „Volksentscheid findet in den Ländern statt aus deren Gebieten … ein neues oder neu umgrenztes Land gebildet werden soll.“

Im Verlauf der sich neu ergebenen „Föderalismus-Diskussion“ gewinnt auch ein Erinnern an das Zustandekommen Baden-Württembergs, die im Jahr 1952 geglückte – Musterländle! – Fusion der ehemals selbständigen Länder Baden (Südbaden), Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern, an politischer Bedeutsam- und Beispielhaftigkeit. Das erfolgreich fusionierte Baden-Württemberg mit seinen rund elf Millionen Einwohnern (Schweiz: 8,2 – Österreich: 8,5) und einer Größe von etwa 36 000 qkm,  zählt zu den wirtschaftsstärksten und wettbewerbsfähigsten Regionen Europas. Insbesondere im Bereich der industriellen Hochtechnologie sowie  Forschung und Entwicklung gilt das Ländle als die innovativste Region der Europäischen Union, wie nicht nur Wikipedia zu konstatieren weiß.

Fazit:

Wenn heutzutage, bereits vom beschaulichen Saarland ausgehend, Wünsche in Richtung BRD-Neu- oder -Umstrukturierung öffentlich bekannt werden, dann darf sich unser gedeihliches Baden-Württemberg erst recht nicht in vornehmer Zurückhaltung üben. Ganz im Gegenteil: Es muß bei einer abzusehenden BRD-Neugliederung die Frage erlaubt sein, ob der Südweststaat weiterhin als nur untergeordnetes und teilsouveränes Glied diesem BRD-Kunstgebilde dienen soll oder sich in Richtung eines souveränen Freistaates deutscher Nation entwickeln möge. So oder so – letztendlich gehört, als oberstem Souverän, dem Volk von Baden-Württemberg, das alles entscheidende Wort!

Mit zukunftsorientierten Grüßen

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat