Von wegen rechts . . .

Kuckucksei ins Nest gelegt

 
Villingen-Schwenningen.
Die Etablierten von links (Sahra Wagenknecht / Angelika Merkel) bis rechts (Wolfgang Bosbach / Horst Seehofer) haben den Wählern mit der AfD ein Ei ins Nest gelegt. Vor den Landtagswahlen wurde die Frauke-Petry-Partei in nahezu allen „Talkshows“ wie Sauerbier herumgereicht. Das Drehbuch war im Prinzip immer dasselbe: Die einen – die Guten – machen die anderen – die Bösen – schlecht und stellen diese, also die AfD, in die rechtsaußen Ecke. Da wiederum, so die AfDler würden sie aber überhaupt nicht hingehören, denn sie wären doch auch Teil des Guten. In diesem Zusammenhang wurden dann stets, als Beweis für`s gut sein, die langen Zeiten an Mitgliedschaften in der Christenunion nicht ohne Stolz dem staunenden Publikum präsentiert. Der vermeintlich rechte Petry-Stellvertreter, Dr. jur. Alexander Gauland, beispielsweise, rühmt sich wegen seiner 40jährigen CDU-Mitgliedschaft.

Den gutmeinenden und rechtschaffenen AfD-Wählern, denen man nach dem Motto „etwas wird schon hängen bleiben“, eine angeblich rechte Partei drehbuchgemäß vorgaukelte, wird nunmehr, nach der Wahl klar, welchem Propagandatrick der Kartellparteien sie da aufgesessen sind. Neben dem beginnenden Streit innerhalb des AfD-Funktionärsapparates wird jetzt alles, was sich einigermaßen national-patriotisch zeigt, mit Ausschlußverfahren überzogen. Man schreckt aber auch vor der Auflösung eines ganzen AfD-Landesverbandes (Saarland) nicht zurück, nur weil dessen Führungsspitze völlig unverbindliche Gespräche mit Nationaldemokraten geführt hat.

Der baden-württembergische Landessprecher (Vorsitzende) und mit Petry, dem Amt nach, gleichberechtigter Bundessprecher, Professor Jörg Meuthen, ereifert sich dagegen, daß seine Partei in die „rechte Schmuddel-Ecke“, was immer auch darunter zu verstehen ist, gestellt wird. Auch er beteiligt sich an der gängigen NPD-Stigmatisierung: „Wenn Menschen ausländerfeindlich sind, dann sollen sie zur NPD gehen; bei uns sind sie falsch.“

Danach befragt, ob die AfD sich zu den rechten Parteien zählt, die in Europa derzeit im Aufwind sind, erteilt Herr Professor nachstehende Antwort: „Klares Nein. Wir haben in einzelnen Punkten Deckungsgleichheit mit der CDU, selbst mit den Grünen.“

Schlußbemerkung:

Es ist so und bleibt dabei: Immer dann, wenn die „öffentlich-rechtlichen“ Medien etwas vermeintlich Neues und scheinbar Rechtes ans Tageslicht bringen und durch Allseitspräsenz fördern, ist etwas faul im Staate und das „Rechte“ alles andere, als tatsächlich rechts – sondern eben nur „konservativ-liberal“. Das war`s!

Mit echt rechten Grüßen

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat