AfD

 
Koalitionsbereit und abgrenzungswillig

 
Villingen-Schwenningen/Stuttgart.
Als Ergebnis des 5. Bundesparteitages der AfD (Alternative für Deutschland) darf festgestellt werden, daß man sich in Richtung genereller Koalitionsbereitschaft mit den „Konsensparteien“ bewegt. Als Primärpartner sind ganz offensichtlich die sogenannten Christdemokraten auserkoren, was eigentlich nicht verwundert, stammt doch ein Großteil der AfD-Führungskader aus den Reihen der CDU – zumindest aber aus deren politischem Umfeld. Etliche, wie beispielsweise der stellvertretende Bundesvorsitzende Dr. Alexander Gauland, weisen stolz auf ihre ehemalige langjährige CDU-Mitgliedschaft (40 Jahre!) hin. Gauland in einem Schwarzwälder-Boten-Interview: „Wir fügen aber auch hinzu, daß muslimische Mitbürger mit ihrem Glauben und Leben selbstverständlich Teil Deutschlands sind.“

Über so viel gutherzige Gehorsamkeit des ehemaligen Chefs der hessischen Staatskanzlei (CDU-Ministerpräsident war seinerzeit Walter Wallmann) kann sich die Bundeskanzlerin und CDU-Partei-vorsitzende Merkel mehr als freuen.

Einig, wie die „demokratischen“ Systemparteien auch, betont die AfD wie sehr sie doch auf eine Abgrenzung allem gegenüber, was aus dem nationaldemokratischen Spektrum stammt, bedacht ist. So soll beispielsweise ein ganzer AfD-Landesverband (Saarland) aufgelöst werden, weil angeblich einige Landes-vorstandsmitglieder mit Nationaldemokraten unverbindliche Gespräche geführt haben sollen, was von den Betroffenen jedenfalls bestritten wird.

Schlußwort:

Im Musterland Baden-Württemberg steigen die CDUler in ein von einem ehemaligen Aktivisten (MP Kretschmann) des kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW) bereitetes Koalitionsbett, während andererseits die angeblich liberal-konservativen AfDler einen ganzen Landesverband auflösen wollen, nur weil politisch-unverbindliche Gespräche mit nationalen Demokraten geführt worden sein sollen. Man sieht abermals, wie weit die ganze Chose immer mehr in Richtung linker Beliebigkeit abdriftet.

Mit nationaldemokratischen Grüßen

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat