„Flüchtlinge“

Hand- und Spanndienste

Villingen-Schwenningen. Gemäß § 10 der baden-württembergischen Gemeindeordnung ist es möglich, Gemeindeeinwohner zur Mitwirkung bei der Erfüllung vordringlicher kommunaler Aufgaben zu verpflichten (überlieferte Bezeichnung: Hand und Spanndienste). Die sogenannten „Flüchtlinge“ fallen auch unter den Begriff „Einwohner“. Die immer zahlreicher werdenden „Flüchtlinge“ sind angeblich, so behaupten es jedenfalls ihre Gutmenschhelfer, darüber frustriert, daß sie den ganzen lieben Tag über eigentlich nur rumhängen müßten und nichts zu tun hätten. Sie haben, so ist zu erfahren, das Gefühl nichts wert zu sein.

Ob das nun so stimmt, oder auch nicht – jedenfalls besteht die Möglichkeit, sie zu gemeinnützigen Arbeiten heranzuziehen. Aus dem riesigen Heer junger und arbeitskräftiger Flüchtlingsmänner ließen sich sicherlich viele finden, die man für gemeinnützige Arbeit abstellen könnte und die wohl auch dankbar wären, wenn sie etwas zu leisten hätten. Letzteres ist nur bedingt ironisch gemeint.

Zu denken wären etwa Tätigkeiten im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes, der Wald-, Stadt- und Landschaftshygiene, als Übersetzer (Dolmetscher), als Landwirtschaftshelfer, des Räum- und Streudienstes, der Einkaufshilfe, der Unterkunftsbewachung und vieles andere mehr. Die Einsatzmöglichkeiten haben jedenfalls den Bedürfnissen der jeweiligen Gemeinde zu entsprechen.

Schlußwort:

Als ich im Gemeinderat der „Baden-Württemberg-Stadt“ Villingen-Schwenningen schon vor vielen Jahren einen entsprechenden Vorstoß unternahm, bekam ich zu hören, daß das für die armen traumatisierten Flüchtlinge nicht zumutbar wäre, weil großteils zu gefährlich, und die „Migranten“ ja in der Regel auch aus wärmeren Gefilden kämen und somit auch nicht „wintertauglich“ seien. Um billige Ausreden, auch noch so an den Haaren herbeigezogen, sind unsere lieben Gutmenschen jedenfalls nie verlegen.

Mit nachdenklichen Grüßen

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat