Presserat

 Lücken-Presse
 

Villingen-Schwenningen.  Der „deutsche“ Presserat hat jetzt seine Richtlinien im Pressekodex dahin-gehend geändert, daß bei der Berichterstattung über Straftaten in der Regel die Nationalitäten nicht mehr genannt werden sollen, weil eine Erwähnung „Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.“ Wörtlich lautet nun die entsprechende Richtlinie 12.1 im Pressekodex wie folgt: „In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden…“

Kurzum: Die Nationalität von Straftätern soll im Regelfall nicht benannt und somit der Leserschaft vorenthalten werden. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, daß die Zeitungskonsumenten für immer weniger Info (die Lücken werden größer - es wird gesiebt und zensiert) Jahr für Jahr immer höhere Preise und Gebühren zu berappen haben. Der geneigte Leser – kein dämlicher Trottel - erwartet hingegen von einer demokratischen Presse, daß er ohne Faktenmanipulationen wahrheitsgemäß und so umfassend wie möglich informiert wird. Totschweigen und bewußtes Unterschlagen von Tatsachen hat mit einem fairen Journalismus nichts zu tun. Medien, die sich derart „politisch korrekt“ verhalten, gehören durch Abo-Kündigung und Nichtbeachtung abgestraft. Wer stets den Begriff der „offenen Gesellschaft“ im Munde führt, der muß gefälligst auch wahrheitsgemäß sagen was Sache ist und Roß nebst Reiter nennen, damit man weiß, wo man dran ist.

Schlußwort:

Politisch relevant ist das Thema „Ausländer- und/oder Migrantenkriminalität“ per se. Den aktuellen polizeilichen Kriminalitätsstatistiken sind die entsprechend ansteigenden Fallzahlen unschwer zu entnehmen. Dies ist wohl der eigentliche Grund, wieso der Presserat jetzt sein Bedürfnis zum Verschweigen erkennen läßt. In diesem Kontext ist auch festzustellen, daß nicht die Angabe der jeweiligen momentanen Staatsangehörigkeit(en) sondern die Veröffentlichung von Herkunft bzw. Abstammung aussagekräftig ist.

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat