Deutscher Presserat

 „Schwarzwälder Bote“

Villingen-Schwenningen.  Basis des Presserates ist ein eingetragener Verein. Diesem gehören zwei Verleger- und zwei Journalistenorganisationen an. Es sind dies der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) sowie der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

 Der Presserat hat, quasi als Richtschnur für die alltägliche Pressearbeit, einen sogenannten Pressekodex erarbeitet.

Als erstes und somit wichtigstes Gebot publizistischer Grundsätze ist Folgendes vermerkt: „Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind das oberste Gebot der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.“ So weit – so gut.

Wie dieses eigentlich löbliche Pressegebot in Wirklichkeit gemieden wird, zeigt beispielsweise das Verhalten („wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit“) des Schwarzwälder Boten im Schwarzwald-Baar- Kreis. Im dortigen Bundestagswahlkreis 286 (Schwarzwald-Baar) sind z. B. zehn Kreiswahlvorschläge zugelassen. Von den zehn Kandidaten sind für den „Schwabo“ allerdings nur sechs systemwillige beachtens- und berichtenswert. Die übrigen vier, darunter auch der Kommentator, werden bei allen relevanten Wahlkampfaktionen des angeblich so unbabhängigen Schwarzwälder Boten der geneigten und zahlenden Leserschaft vorenthalten. Das kommt nicht nur einem klassischen Verstoß gegen den Pressekodex gleich, sondern das ist auch ein Betrug am zahlenden Leser, der sich für sein gutes Geld mit gutem Recht eine wahrhafte und voll umfängliche Presseberichterstattung verspricht. Allerdings zahlt er beim „Schwabo“ in diesem Fall das ganze Geld für die halbe Wahrheit.

So veranstaltet der Schwarzwald-Baar-Schwabo etwa eine Wahlkampfaktion: „Unterwegs mit den Bundestagskandidaten des Kreises“. Dreimal darf geraten werden – ganz klar: Der Schwabo kennt auch hier wiederum nur die sechs braven Systemlinge, kommend aus CDU, SPD, Grüne, FDP; AfD und Linke!

Schlußbemerkung;

Wahrhaftige Pressearbeit sieht anders aus. Bei einem schlechten Fernsehprogramm genügt ein „Aus“-Knopfdruck. Schlechte Lückenpresse kann man abbestellen. Sollte sich der „Schwabo“ nicht zum Besseren ändern, so stehe ich gerne zur Verfügung!

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat

PS: Das „Schwabo“-Verhalten ist nur ein schlechtes Beispiel - für viele andere.