Auch dieser Leserbrief wurde vom Kubon-freundlichen Südkurier gegenüber der (zahlenden) Leserschaft unterschlagen!


Leserbrief zu den jüngsten Artikeln über das „Beethovenhaus“ in Schwenningen

 
Geld verschleudern

Daß unser altehrwürdiges Beethovenhaus in die Jahre gekommen ist und dementsprechende Mangelerscheinungen aufweist ist unstrittig. Ebenso der Fakt, daß das Ausmaß der Alterserscheinungen hätte minimiert werden können, wenn bereits jeweils zur rechten Zeit, etwas dagegen unternommen worden wäre. An entsprechenden Hinweisen hat es nie gefehlt. Man hat das Erforderliche aber nicht angepackt sondern immer wieder vor sich hergeschoben. Beispiel auf anderer Ebene: VS-Schlaglochstraßenflickerei – nix Halbes und nix Ganzes!

Um jetzt – mal wieder – so zu tun, als würde man was Sinnvolles tun, wird nach

Absegnung durch die Gemeinderatsmitglieder im Technischen- und im Verwaltungsausschuß wieder mal eine „Expertise“ in Auftrag gegeben, die im ersten Streich für schlappe 65.000 Euro bis nach den Sommerferien aufzeigen soll, was es kosten würde, wenn man sich an eine „Vollertüchtigung“ des Beethovenhauses heranmachte. Zu diesem Zeitpunkt dann, folgt der zweite Streich, worauf sich gut wetten läßt: Jetzt will man per neuerlicher Kosten-schätzung, dieses mal dann für mindestens 135.000 € zu gerne wissen, was denn, wo auch immer, der Neubau einer sogenannten Stadtteilhalle für Schwenningen eventuell kosten könnte. Und wenn man dann meint, auch das per externer Expertenanalyse für teures Steuer-, Gebühren- und Abgabenzahlergeld finanzierte „Zweit-Gutachten“ als weitere Entscheidungshilfe heranziehen zu müssen, geht das große Hickhack erst so richtig wieder von vorne los. Stehen doch auch Wahlen an!

Nichts genaues weiß man nicht – außer, daß man wiederum mindestens 200.000 Teuro

- Geld der Allgemeinheit – in den Sand gesetzt hat, und erneut so tut, als würde man was tun. Tut man ja eigentlich auch: Geld verschleudern!

 

Jürgen Schützinger