Leserbrief zum Artikel „Jugendförderwerk will Projektleitung für Jugendzentrum“, erschienen am heutigen Tage:

Selbstherrliches OB-Verhalten

Das Jugendförderungswerk Villingen-Schwenningen hat eine umfangreiche (73 Seiten), sach- und fachlich von hoher Kompetenz zeugende detaillierte Konzeption für ein neues Jugend- und Kulturzentrum entwickelt und öffentlich gemacht. Anstatt hierfür seitens des Stadtoberen Dank und Anerkennung zu erfahren, wird den Initiatoren schroff bedeutet, daß eine Vorstellung ihrer konzeptionellen Ausarbeitung in Form eines Sachvortrages in öffentlicher Sitzung des hierfür zuständigen gemeinderätlichen Jugendhilfeausschusses nicht erwünscht ist. Dieses Verhalten des Oberbürgermeisters der „Baden-Württemberg-Stadt“ ist in aller Deutlichkeit zu mißbilligen.

All das Geschwätz von angeblich gewollter Bürgermitbeteiligung und –anhörung, wird hier ein weiteres Mal als pures Blendwerk vorgeführt.  Anstatt sich des in unserer Stadt vorhandenen qualifizierten Fachwissens zu bedienen, welches im Grunde zum Nulltarif zu haben ist, leistet man sich für teures Steuerzahlergeld externe Gutachten. In diesem Fall ist von Kosten „bis zu einer Größenordnung von 10 000 €“ (Informationsvorlage der Kubonschen Stadtverwaltung) die Rede.

Bleibt zu hoffen, daß die im Jugendhilfeausschuß sitzenden Mitglieder sich dieses selbstherrliche Verhalten ihres Vorsitzenden nicht widerspruchslos gefallen lassen und entsprechenden Druck machen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zum Schluß!

Jürgen Schützinger